Die Plastiktüte – Fluch oder Segen?

PET-TascheLaut Umweltbundesamt verbraucht jeder von uns durchschnittlich rund 76 Plastiktüten und 39 kleine Beutel für Obst und Gemüse im Jahr.[i] Überschlagen sind das alleine in Deutschland über 6 Milliarden Plastiktüten pro Jahr. Eine erschreckende Bilanz, vor allem wenn man diese Zahlen auf die Weltbevölkerung überträgt. Im Handel hat sich deshalb in den letzten Jahren die Einstellung zu Plastiktüten geändert – es wird mittlerweile entweder komplett darauf verzichtet, oder der Kunde muss dafür bezahlen. Ärgerlich ist es nur, wenn man einkauft und der Jutebeutel zu Hause liegt. Dann kommt auch schon mal die folgende Frage auf:

Was ist eigentlich so schlecht an Plastiktüten?
Es gibt viele Gründe, warum man auf die Tragehelfer aus Plastik verzichten sollte. Die meisten Tüten werden aus Erdöl hergestellt, welches eine endliche Ressource darstellt. Außerdem wird bei der Herstellung CO2 freigesetzt und somit der Klimawandel beschleunigt. Aber das eigentliche Problem stellt die lange Haltbarkeit der Tüten dar und die Tatsache, dass sie auf natürliche Art kaum abbaubar sind. Besonders im Meer landet viel Plastikmüll. Auf dem Meeresgrund, wo wenig Licht hinkommt, dauert es sogar mehrere Jahrhunderte, bis die Tüten verschwunden sind. Außerdem können die Meerestiere darin hängen bleiben und ersticken oder verhungern. In manchen Fällen fressen die Tiere das Plastik sogar und so können Mikropartikel beispielsweise über Speisefische in die menschliche Nahrungskette weitergetragen werden. Dazu kommt noch, dass durch das achtlose Wegwerfen von Plastiktüten hohe Kosten entstehen, um den Müll zu beseitigen und an diesen Kosten sind wir beispielsweise über Steuergelder beteiligt.

Was bringt es wirklich?
Von Experten wird kontrovers darüber diskutiert, ob die Abschaffung der Plastiktüte wirklich den gewünschten Effekt hat und die Umwelt entlastet wird. Fakt ist, dass viele Alternativen, zum Beispiel die Papiertüten keine bessere Umweltbilanz aufweisen. Die beste Möglichkeit, um die Umwelt zu entlasten, sind deshalb Tragetaschen, die mehrfach benutzt werden. Somit werden Ressourcen geschont und die Belastung der Umwelt gesenkt. PET-Taschen beispielsweise bestehen hauptsächlich aus recycelten PET-Flaschen. Somit wird Abfall beseitigt, aber es wird kein neuer Abfall produziert.

Was sagt der Handel dazu?
Eine EU-Richtlinie legt fest, dass der Verbrauch von Plastiktüten pro Person bis 2025 auf 40 Tüten pro Jahr sinken soll. Viele Unternehmen haben die Richtlinie positiv aufgenommen und haben sich dazu entschieden, dass sie schon jetzt einen größeren Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten wollen. KiK hat bei den Plastiktüten eine Vorreiterrolle eingenommen und verzichtet freiwillig schon seit dem 1. Oktober 2015 komplett auf Plastiktüten. Seitdem werden jährlich rund 33 Millionen Tüten eingespart. Die Kunden reagieren verständnisvoll auf diese Maßnahme und begrüßen den Schritt. Damit die Kunden ihre Einkäufe trotzdem bequem nach Hause transportieren können, hat KiK sich nachhaltige Alternativen überlegt.

Bei KiK können Sie die folgenden Mehrweg-Taschen erwerben:

Baumwolltaschen klein, je 0,75 Euro
Baumwolltaschen groß:, je 1,00 Euro
Permanenttaschen (PET-Tasche mit Faltboden, je 1,00 Euro)

[i]http://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/haushalt-wohnen/plastiktueten#textpart-1

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