Hilfe zur Selbsthilfe

Wie alle internationalen Handelsunternehmen arbeitet KiK mit weltweit produzierenden Lieferanten zusammen. Insbesondere in Asien werden Textilien für den europäischen Markt genäht. Dabei ist die Einhaltung sozialer Mindeststandards und auch das Thema Brandschutz und Gebäudesicherheit ein großes Anliegen und teilweise auch ein drängendes Problem. Vor knapp neun Monaten ereignete sich das größte Unglück  in der Textilindustrie und für KiK stand es außer Frage zu helfen.

Nachstehend können Sie nachlesen, welche Maßnahmen wir in den vergangenen Monaten ergriffen haben, um den Menschen vor Ort zu helfen.

Soforthilfe durch Erstversorgung
Das Schicksal der Arbeiterinnen und Arbeiter ist uns selbstverständlich nicht gleichgültig. Wir haben im Falle Rana Plaza mit Hilfe lokaler NGOs sofort zur materiellen und immateriellen Erstversorgung der Opfer in Form der Trinkwasserversorgung, Bereitstellung von Medikamenten und Verbandsmaterialien sowie die Übernahme von Behandlungskosten im Falle von nötigen Operationen, beigetragen.

Projekte
Durch Recherchen vor Ort und den Austausch mit anderen Handelsunternehmen sowie den lokalen NGOs, haben wir Gruppen von Menschen ermittelt, die bisher nur wenige oder gar keine Unterstützung erfahren haben. Um dem Abhilfe zu schaffen, befinden wir uns aktuell mit renommierten Organisationen in der Ausgestaltung von Projekten. Diese Projekte unterstützen gezielt und sollen langfristig eine Hilfe zur Selbsthilfe sein. Durch ein Angebot an therapeutischer, medizinischer und schulischer Hilfe versuchen wir die Menschen vor Ort aktiv in der Gestaltung ihrer Lebensbedingungen zu unterstützen.

Hilfsfond
Als eines von wenigen internationalen Handelsunternehmen hat sich KiK an allen Sondierungsgesprächen beteiligt und vollzieht den aktuellen Entstehungsprozess des Arrangements sehr detailliert nach. Wir favorisieren noch immer die Idee eines gemeinsamen Hilfsfonds der Textilbranche für Bangladesch, in den die Regierung, die Arbeitgeberverbände sowie internationale Unternehmen aufgrund moralischer, ethischer und solidarischer sowie freiwilliger Basis einzahlen können. Dieser Hilfsfond sollte im Sinne einer betrieblichen Unfallversicherung  fungieren, die bereits in vielen anderen Ländern vorhanden ist, und würde ein systematisches, schnelles und unbürokratisches Vorgehen bei Industrieunfällen ermöglichen. Damit wäre jenseits einer Debatte um Schuld, Entschädigung und der Verantwortung Einzelner den Menschen vor Ort am besten geholfen. Diese Idee haben wir in internationalen Geber-Konferenzen und mit diversen NGOs und Arbeitnehmervertretern bereits erläutert und dort viel Zustimmung erfahren.

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