Das Carelabel – Was ist gesetzlich geregelt, was nicht?!

Wenn wir einmal in unseren Kleiderschrank schauen, werden wir kein Kleidungsstück finden, das nicht mit einem Pflegeetikett, dem sogenannten Carelabel, versehen ist. Meist finden wir darauf sowohl die Größe als auch die Faserstoffe die der Artikel enthält,  Pflegehinweise und wer den Artikel in Deutschland in den Verkehr gebracht hat. Aber müssen an jedem Kleidungsstück diese Angaben angebracht werden?

Laut der Europäischen Textilkennzeichnungsverordnung, die seit dem 08.05.2012 das Textilkennzeichnungsgesetz ersetzt, ist jeder Hersteller von Textilerzeugnissen dazu verpflichtet, die zum Kauf angebotenen Textilien mit einer detaillierten Angabe über Faserart und prozentualer Zusammensetzung der verwendeten Rohstoffe zu versehen.

Das heißt aber nicht, dass Pflegehinweise, Angaben zum Unternehmen sowie zu der Größe des Produktes auch Pflicht sind. Viele Unternehmen fügen ihren Artikeln freiwillig eine Pflegeanleitung bei. Denn:  Nicht jedem ist geläufig, wie Stoffe wie Baumwolle, Wolle, Seide oder Leinen zu waschen sind und was bei der Pflege beachtet werden muss, um lange Freude an seinen Textilien zu haben.

Um Fragen zur richtigenCarelabel Pflege der Textilien zu beantworten, bringt KiK an jedem textilen Artikel ein Carelabel an. So erhalten Verbraucher neben Informationen über die Zusammensetzung des Artikels gleichzeitig eine Anleitung zum richtigen Umgang mit den Textilien. Diese Pflegeanleitung besteht aus fünf Symbolen, die darauf hinweisen, wie der Artikel zu waschen ist, wie hoch die Bügeltemperatur sein darf und ob der Artikel auch trocknergeeignet ist.

Aber was sind weitere gesetzliche Regelungen, die uns die „Europäische Textilkennzeichnungsverordnung“ vorschreibt? Und was passiert wenn sich ein Hersteller nicht daran hält?

Die prozentualen Faserangaben sind Pflicht: Die meisten Artikel bei KiK bestehen aus Mischungen von Faserstoffen, wie zum Beispiel Baumwolle und Viskose oder Polyester. Durch diese Mischung der Faserstoffe wird die Qualität, die  Optik und die Haptik verbessert. Dabei müssen die Fasern auf dem Carelabel in absteigender Reihenfolge angegeben werden, wie z.B.: 70% Baumwolle, 30 % Polyester.

KiK Mitarbeiterin bei Carelabel Überprüfung

KiK Mitarbeiterin bei Carelabel Überprüfung

Jede Kennzeichnung für den deutschen Markt muss in der deutschen Amtssprache erfolgen und deutlich sichtbar entweder eingewebt oder an dem Textilerzeugnis durch anheften, aufkleben oder aufdrucken angebracht sein. Bei Artikeln, die grundsätzlich verpackt angeboten werden, reichen die Angaben auf der Verpackung aus.

In unseren Einkaufsbereichen wie auch in der Qualitätssicherung findet eine genaue Überprüfung der Angaben statt. Da jede Faserart und jeder Pflegehinweis in acht Sprachen auf den Pflegeetiketten erscheint, ist es sehr wichtig, alle Übersetzungen auf ihre Richtigkeit hin zu überprüfen. Denn sollte die Textilkennzeichnung fehlen oder gar fehlerhaft sein, sind dies ein Mängel, die dem Einzelhändler aber auch dem Endverbraucher das Recht auf Reklamation einräumen.

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