Kleiner Einsatz, große Wirkung: Die help and hope-Spendenteller

Wer schon einmal in einer KiK-Filiale war, hat sie schon gesehen: Die help and hope-Spendenteller an der Kasse. Doch was passiert eigentlich mit den gesammelten Spendengeldern? Wir haben uns mit der Vorstandsvorsitzenden der Stiftung, Sandra Heller, und help and hope-Botschafter und KiK-CEO Heinz Speet getroffen und nachgehakt.

help and hope_Sandra Heller

help and hope Vorstandsvorsitzende Sandra Heller

Frau Heller, wie kam eigentlich die Idee für die Spendenteller auf? Sind bei all Ihren Partnern Spendenteller in den Filialen oder den Büroräumlichkeiten aufgestellt?
Frau Heller: Die Idee Spendenboxen aufzustellen entstand bereits kurz nach Gründung der Stiftung im Jahre 2005. Die Spendenboxen ermöglichen es uns, effizient und mit geringem Aufwand Spendengelder für den guten Zweck zu sammeln. Unsere Spendenteller sind dabei äußerst vielseitig einsetzbar – ob an der Kasse, im Büro oder in der Kantine. Das Besondere: Es kostet die Unternehmen nichts und wenn jeder Kunde ein paar Cents spendet, tut das keinem weh.

Aufgrund dieser Fülle an Vorteilen haben sich bis heute  bereits über 50 Unternehmen bereit erklärt, unsere Spendenteller aufzustellen und damit soziale Projekte für Kinder in Not zu unterstützen.

Wurde die Idee von vornherein von KiK unterstützt?
Frau Heller: KiK war von Anfang an von der Idee, sich für benachteiligte Kinder in Deutschland einzusetzen, begeistert. Mittlerweile gibt es an jeder Kasse in jeder deutschen und österreichischen Filiale  einen help and hope-Spendenteller.  KiK unterstützt uns aber nicht nur durch das Aufstellen von Spendentellern, sondern auch durch eigene Spenden und gemeinsame Aktionen. Über diese tolle Unterstützung und die fruchtvolle Zusammenarbeit sind wir natürlich sehr froh!

Herr Speet, Sie sind nicht nur Vorsitzender der Geschäftsführung von KiK sondern auch help and hope Botschafter. Freuen Sie sich über die gesammelten Spenden der KiK-Kunden?
Herr Speet: Ich finde es großartig, dass unsere Kunden das Angebot wahrnehmen mit einer kleinen Spende Gutes für die Zukunft von benachteiligten Kindern zu leisten. Es macht mich sehr stolz zu sehen, dass so zum Beispiel im vergangenen Jahr 415.000 Euro für help and hope gesammelt wurden – diese Summe ist erstaunlich.

Heinz Speet CEO

KiK-CEO Heinz Speet

Wieso setzen Sie sich für die Stiftung ein? Was bedeutet die Arbeit der Stiftung für Sie persönlich?
Herr Speet: Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft. Es liegt in unserer Verantwortung, auch den Kindern eine Zukunft zu geben, die in schwierigen Verhältnissen aufwachsen müssen. Der Literatur-Nobelpreisträger Pearl S. Buck sagte einmal: „Kinder, die man nicht liebt, werden Erwachsene, die nicht lieben.“ Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, fördert und initiiert die Stiftung viele verschiedene Projekte, die Kindern und Jugendlichen Schutz, Geborgenheit, Aufmerksamkeit, Spaß und einen Ausgleich zum Alltag bieten und sie bei ihrem Bildungsweg unterstützen.

Welchen Anteil machen die in den KiK-Filialen gesammelten Spenden insgesamt aus?
Frau Heller: Dank des großen Filialnetzes erreicht KiK natürlich viele Kunden. Mit rund 3.000 aufgestellten Spendentellern zählt das Unternehmen  zu den großen Unterstützern unserer Arbeit. Unsere insgesamt 4.700 aufgestellten Spendenteller machen aktuell rund 50 % unserer Gesamteinnahmen in Höhe von 1,3 Millionen Euro aus. Unser Dank gilt daher auch den vielen Kunden unserer Partnerunternehmen, die unsere Arbeit tatkräftig unterstützen.

Was passiert mit den Einnahmen der Spendenteller?
Frau Heller: Mit den Einnahmen aus unseren Spendentellern fördern wir  soziale Projekte, die sich für benachteiligte Kinder einsetzen. Grundlage für all´ unsere Projektförderungen ist dabei unser 3-Säulen-Modell bestehend aus den Säulen Betreuung, Bildung und Beschäftigung. Wir unterstützen demnach neben gemeinnützigen nicht staatlichen Kinderbetreuungs- und Bildungseinrichtungen auch berufsvorbereitende Maßnahmen.

Der Fokus unserer Arbeit liegt dabei auf Nordrhein-Westfalen – gemäß dem Motto: Aus der Region  – für die Region. Wir unterstützen aber auch ausgewählte Projekte in ganz Deutschland und weltweit. Im letzten Jahr förderte help and hope rund 80 Projekte – mehr als  50 % befanden sich dabei in NRW.

In 2012 förderte help and hope soziale Projekte mit rund 1 Million Euro. Hinzu kommen weitere 200.000 Euro für den Unterhalt des Kidstreffs. Insgesamt erreichten wir 2012 mit unserer Arbeit über 9.000 Kinder. Diese Zahl macht uns stolz.

help and hope ist also nicht nur fördernd sondern auch operativ tätig. Welche Ziele haben Sie sich für die Zukunft gesteckt?
Frau Heller: Wie bereits erläutert, ist das 3-Säulen-Modell Grundlage unserer Arbeit, um Kindern in Not eine Zukunft mit Perspektive zu bieten. Mittelfristig ist es unser Ziel, in allen drei Säulen selbst  operativ tätig zu sein. Aktuell verfügen wir mit dem help and hope 4-Kids Treff über ein eigenes Projekt in der Säule „Betreuung“ und mit help and hope-Gemeinsam in die Zukunft (GidZ) über ein eigenes Projekt in der Säule „Beschäftigung“.

Der Kidstreff bietet den Kindern die Möglichkeit nach der Schule eine warme Mahlzeit zu bekommen, ihre Hausaufgaben unter Beaufsichtigung zu erledigen und einen Treffpunkt zum Spielen zu haben. Kreative, kulturelle und sportliche Aktivitäten sowie Projektwochen in den Ferien runden die Angebote ab, die allesamt kostenfrei sind.

Der help and hope-Kidstreff

Mit unserem Projekt “GidZ – Gemeinsam in die Zukunft” setzen wir uns seit Anfang 2013 für junge Menschen in NRW ein, die aufgrund verschiedener Ursachen schulische Probleme hatten und infolgedessen einen weniger guten oder keinen Schulabschluss erreichen konnten.  Gemeinsam mit unseren Netzwerkpartnern, Bildungsträgern, staatlichen Einrichtungen und den betroffenen jungen Menschen suchen wir nach Möglichkeiten einer beruflichen Perspektive. Das Besondere: Wir begleiten die Jugendlichen nicht nur bis zum Ausbildungsstart sondern während der gesamten Ausbildungszeit.

Das Projekt GidZ – Gemeinsam in die Zukunft

Wir nennen diese Projekte unsere Lernprojekte. Denn aus diesen Projekten, in denen die Jugendlichen von pädagogischen Fachkräften begleitet werden, lernen wir jede Menge für unsere Projektförderungen. Für die Zukunft ist es daher geplant, ein eigenes Projekt in der Säule „Bildung“ aufzusetzen.

Die intensive Betreuung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen bedarf  viel Engagement und Aufwand. Wir sind daher auch in Zukunft auf die Unterstützung unserer Partner und der vielen KiK-Kunden angewiesen. Ihnen allen gilt nochmals unser Dank – denn ohne sie wäre unsere Arbeit gar nicht erst möglich.

Herr Speet, Butter bei die Fische: Werfen Sie auch persönlich was in die Spendenteller, wenn sie in einer KiK Filiale einkaufen?
Herr Speet: Ich begleite die Stiftung bereits seit ihrer Gründung, seit 2012 bin ich nun auch help and hope Botschafter. Da ist es natürlich Ehrensache, dort zu unterstützen wo es möglich ist. Ich freue mich, wenn ich die help and hope Projekte, wie zum Beispiel den Kidstreff in Herne – der übrigens ganz fantastische Arbeit leistet – unterstützen kann. Deshalb werfe ich in jeden Spendenteller, an dem ich vorbeikomme, immer etwas hinein.

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